Das  Maultier scheint mir ein sehr erstaunliches Tier zu sein. Es macht den Anschein, dass hier die Kunst die Natur übertroffen hat.
(Charles Darwin 1835) 

Grob gesagt, gibt es  4 Arten von Maultieren:

  • jene, die dem Eselvater nachschlagen
  • jene, die  mehr der Pferdemutter gleichen
  • männlich ausgeformt
  • weiblich ausgeformt

Allen ist eigen, dass sie Hybriden sind, Mischungen, die sich nicht fortpflanzen können. Hat der Esel 62 Chromosomen zu 31 Paaren, das Pferd 64 zu 32 Paaren, so haben die Hybriden nur 63 Chromosomen (nicht paarig, also nicht fortpflanzungsfähig). Dennoch müssen die Hengste kastriert werden, da ihr Verhalten geschlechtstypisch ist und sie Stuten zu decken versuchen.

Vorzüge und Wesen: In Zähigkeit und Ausdauer sind sie Pferden überlegen. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass das bislang längste Rennen der Welt (Amerika 1976) über 6500 km von zwei großen Maultieren gewonnen wurde. Unterschiede zu Pferden gibt es auch bei der Haltung und Gesundheit. Sie sind insgesamt widerstandsfähiger als Pferde; Maul, Extremitäten, Rücken und Verdauungsorgane sind “eselig”.

Das heißt in der Praxis, dass sie nahezu jedes Futter zerkleinern können, angelaufene Sehnen und Lahmheiten so gut wie unbekannt sind und sie nie eine Kolik bekommen. Sie kauen langsam und überfressen sich nicht.

Auch ihre Lebenserwartung liegt hoch über der der Pferde. Maultiere erreichen leicht ein Alter von 30-40 Jahren. So kann man erst einmal feststellen, dass alles was ein Maultier hat oder tut, ausgeprägter ist als beim Pferd: die Stärke, der Eigenwille, ihr Selbsterhaltungstrieb, die Bereitschaft zum Mittun oder im Gegenteil, der Starrsinn, die Ausdauer, das Tempo, die Unempfindlichkeit gegen äußere Einflüsse und die extreme Empfindlichkeit der SEELE.

Einsatzmöglichkeiten: Das Auto verdrängte das Maultier als Reittier der Dame, des Gentleman, der Reisenden und der hohen Geistlichkeit.

Jahrtausendelang wurden Maultiere durchaus anspruchsvoll geritten und sind dafür auch ausgesprochen begabt, je nach der Begabung ihrer Pferdemutter.

Als Freizeitpartner und Wanderreitgefährten sind sie ideal, weil sie sehr menschenbezogen und anhänglich sind. Auch zeigen sie immer deutlich ihre Grenzen auf und werden sich niemals überanstrengen.


Linus und Bärbel unterwegs

In unserem Laufstall fühlen sich alle wohl

Matthias und Börbel

Ohne Worte!!